Selbsthilfegruppen

ADS / ADHS-Erwachsenengruppe

Ressortleitung: Gerty Schoelen,
Tel. 0152 24 78 28 10,
E-Mail: schoelengerty@web.de
geb. 1950 – beruflicher Hintergrund:

  • Erzieherin  / Leitung mehrgruppiger  Kindergärten
  • Heilpädagogische Förderlehrerin / Aufbau und Führung der SVE im Förderzentrum Franz-Marc-Schule Geretsried
  • Kinesiologin
  • Seit 2005 AD(H)S-Beraterin
  • Seit Sommer 2022 im Unruhestand

Stellvertretung: Katharina Hell
geb.1975 – beruflicher Hintergrund:

  • IHK-geprüfte Groß- und Außenhandelskauffrau,
  • Seit 2017 Integrationsarbeit im Bereich der Schul- und  Individualbegleitung für AD(H)S- und Autismus-Spektrum Störung betroffene Kinder und Jugendliche (Realschule, Grundschule und Förderschule)
  • Seit 2018 zertifizierte Familienpatin

Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom mit und ohne Hyperaktivität, kurz AD(H)S, ist eine genetische Besonderheit, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Die Erwachsenen können ganz gering bis massiv betroffen sein. Im Volksmund nennt man sie ‘Träumerchen‘ oder ‘Zappelphillip‘.

Die Ursachen sind von der Wissenschaft noch nicht restlos geklärt, doch ist bekannt, dass in 70 – 80 % eine genetisch bedingte Fehlsteuerung bestimmter Botenstoffe im Gehirn die Ursache ist. Diese Botenstoffe sind unter anderem z. B. für die Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Konzentration, Impulssteuerung, Sozialkompetenz und Struktur zuständig.

Häufig verringern sich die im Kindesalter aufgetretenen äußeren Anzeichen, dafür treten beim Erwachsenen Probleme in den Vordergrund, die für das Umfeld weniger ersichtlich sind. Die motorische Unruhe wird z.B. zur starken inneren Unruhe.

Konzentrations- und Strukturprobleme, sowie innere Unruhe und Impulskontrolle erschweren das Arbeitsleben. Für das familiäre Umfeld ist das betroffene Familienmitglied oft unberechenbar, was zusätzlichen Stress und Belastung des Familienalltags bedeutet.

Durch die mangelnde Struktur in der Kindererziehung fällt es diesen Elternteilen besonders schwer, Klarheit in der Erziehung zu leben, was zur ständigen Verunsicherung der Kinder führt. Sozialkontakte nach außen können durch die mangelnde Struktur und Sozialkompetenz nur schwer aufrechterhalten werden.

Da diese Beeinträchtigung das ganze Leben mehr oder weniger intensiv begleitet, kämpfen viele Erwachsene ADS- oder ADHS-Betroffene mit Problemen am Arbeitsplatz, in der Familie und Partnerschaft, mit Sozial-Kontakten und nicht zuletzt dem eigenen Selbstwertgefühl.

Da ausreichende Diagnose- und Therapieplätze fehlen, soll mit einer kostenfreien AD(H)S-Erwachsenengruppe den Betroffenen die Möglichkeit zum Austausch und Hilfe gegeben werden. Außerdem können sie erfahren, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine stehen.