Seniorenhilfe

Leitung Seniorenhilfe und Seniorentreff:
Agnes Seiffarth
Telefon 08171 23 85 865 oder 0176 34 85 40 80
seniorenhilfe@bfb-wor.de

 

Stellvertretung:
Gordini Mühlhäußer
Telefon 08171 10 65 2 oder 0160 50 01 245
gordinimuehl@googlemail.com

Wir unterstützen Sie bei der selbstständigen Lebensführung und entlasten Ihre Angehörigen.

Unsere Helferinnen und Helfer…

…helfen Einsamkeit zu überwinden

-lesen vor, führen Gespräche

-handarbeiten oder basteln gemeinsam

-spielen mit den Senioren Karten

…sorgen für Mobilität

-gehen mit den Senioren spazieren

-begleiten zum Arzt

-begleiten zu Veranstaltungen (z.B. Seniorentreff)

-begleiten zu Verwandtenbesuchen

…unterstützen das Leben in Selbständigkeit

-gehen für oder mit den Senioren zum Einkaufen

-helfen beim „Papierkram“ und Behördenfragen

-schulen am PC, Tablet oder Handy

-führen kleinere Reparaturen durch

-unterstützen bei kleinen Gartenarbeiten

…unterstützen Angehörige demenziell erkrankter Menschen

…leisten Trauerarbeit

…stellen die Versorgung bei stationärem Aufenthalt sicher, kümmern sich um Haus, Wohnung, Haustiere, bringen benötigte Dinge und Kleidung in die Klinik

…organisieren nachstationäre Hausbesuche

Unser Hilfsangebot mit unseren ehrenamtlichen Helfern kostet

für Mitglieder
für Nichtmitglieder
Sozialcardbesitzer
11,00 € pro Stunde
13,00 € pro Stunde
4,00 € pro Stunde

(Professionelle Pflege und Haushaltshilfen sowie Fahrdienste können wir leider nicht anbieten.)

 

Wir freuen uns, dass wir die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag gemäß §45 b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI hinsichtlich Betreuungsleistungen erlangt haben.  Diese Leistungen werden von unseren extra dafür geschulten Helfern erbracht. Die Abrechnung des Entlastungsbetrages erfolgt durch uns direkt mit der Pflegeversicherung.

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich (ab Pflegestufe 1).

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags. Er dient der Erstattung von Aufwendungen, die den Versicherten entstehen.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Details.

Agnes Zanein Tel.: 0176 34 85 40 80 oder
Gordini Mühlhäußer Tel.: 08171 10 65 2

Unser Hilfsangebot mit geschulten Helfern nach §45 b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI kostet pro Stunde:

für Mitglieder                   17,85 €
für Nichtmitglieder           25,00 €

Lichtblicke in der Einsamkeit: Seniorenhilfe engagiert sich in Wolfratshausen

Münchner Merkur – Erstellt:

Von: Carl-Christian Eick

Ein Mann und zwei FrauenHaben ein großes Herz für Senioren: Ernst Wieser, Vize-Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins Bürger für Bürger in Wolfratshausen, Vereinsvorsitzende Eva-Maria Rühling sowie Agnes Seiffarth (re.), Leiterin des Ressorts Seniorenhilfe. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das größte Problem vieler älterer Menschen ist die Vereinsamung:

Die Seniorenhilfe des Nachbarschaftsvereins Bürger für Bürger tut etwas dagegen.

Wolfratshausen – Agnes Seiffarth leitet seit fünf Jahren das Ressort Seniorenhilfe unter dem Dach des Nachbarschaftsvereins Bürger für Bürger in Wolfratshausen. Die Ehrenamtlichen betreuen etwa 95 Frauen und Männer im Alter zwischen 75 und 99 Jahren. Das Gros, so Seiffarth, plagt weniger die finanzielle Not: „Das größte Problem ist die zunehmende Vereinsamung vieler Senioren.“

Die Corona-Pandemie, das mussten die 50-Jährige und der Vize-Vorsitzende des Vereins, Ernst Wieser (66), der sich persönlich um drei betagte Wolfratshauser kümmert, feststellen, habe das seit Jahren latente Problem verschärft. Seniorenveranstaltungen können kaum noch stattfinden, „viele igeln sich notgedrungen ein“, weiß Seiffarth. Nicht wenige ältere Semester leben allein in der Flößerstadt, haben keine Angehörigen mehr, „oder die Angehörigen leben weit, weit entfernt“. Kaum zu glauben: Manch Sprösslingen scheint es nahezu egal, wie’s Mutter oder Vater geht. Vereinsvorsitzende Eva-Maria-Rühling (66) drückt es vorsichtig aus: „Mutter und Vater werden manchmal kurz gehalten.“

Wir sind ehrenamtliche Rechtsberater, Einkaufsbegleiter, Chauffeure, im Ernstfall Ersthelfer, Therapeuten. Hier und da übernehmen wir die Rolle eines Seelsorgers, eines Pfarrers.
Ernst Wieser, Vize-Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe

Die freiwilligen Helfer müssen in viele Rollen schlüpfen: „Wir sind ehrenamtliche Rechtsberater, Einkaufsbegleiter, Chauffeure, im Ernstfall Ersthelfer, Therapeuten. Hier und da übernehmen wir die Rolle eines Seelsorgers, eines Pfarrers“, fasst Wieser zusammen. Nicht zu vergessen: „Der Berg an Bürokratismus“, der abgearbeitet werden muss.

In der Adventszeit macht sich „besondere Traurigkeit“ breit

Viele Senioren, die keinen Vertrauten mehr um sich haben, aber trotzdem aus verschiedenen Gründen nicht gewillt oder in der Lage sind, in ein Altenheim zu ziehen, verzweifeln an Alltäglichem: „Können Sie mir einen Handwerker besorgen?“ Oder: „Ich verstehe leider nicht, was die Bank und die Krankenkasse von mir wollen: Können Sie mir bitte helfen?“ „Ich schaffe es nicht, mich beim Impfzentrum anzumelden – aber Sie können das doch bestimmt?“ Fragen, die Seiffarth, Wieser und ihren circa 60 Mitstreitern immer wieder gestellt werden. „Ich kann es nicht anders sagen – manche sind tatsächlich völlig hilflos“, sagt der 66-Jährige. In der Adventszeit mache sich darüber hinaus „eine besondere Traurigkeit“ bei den älteren Menschen breit, die keine direkten Bezugspersonen haben, so Rühling. „Sie sind so unendlich dankbar, wenn sie nicht vergessen werdenDiese zwei Spendenkonten gibt es. © Archiv

Die Nachbarschaftshilfe tut alles, was in ihrer Macht steht, um Einsamkeit und andere Nöte der Senioren zu lindern. Wieser betreut einen alleinstehenden, knapp 85 Jahre alten Mann. Der musste aufgrund gesundheitlicher Probleme vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. So weit, so gut. „Aber wer packt ihm eine Tasche mit Kleidung und Zahnbürste?“, so Wieser. Wer besucht den Patienten, bringt ihm frische Wäsche und muntert ihn auf? „Ja“, ergänzt Seiffarth und lächelt, „manchmal kümmern wir uns auch um Katzen und Hunde“, bis Herrchen beziehungsweise Frauchen aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Sicherlich gehe das Engagement der Ehrenamtlichen weit über das Normalmaß hinaus: „Aber wenn ich weiß, dass ein Mensch Hilfe braucht, bin ich schon rein menschlich verpflichtet, zu helfen“, so Seiffarths Credo.

Schicksale lassen die Seniorenhilfe nicht kalt

Die Schicksale lassen keinen der Freiwilligen kalt. Er könne am Abend nicht einfach einen Schalter im Kopf umlegen und das Erlebte ausblenden. „Nein, vieles beschäftigt mich weiter“, sagt Wieser. Der 66-Jährige hat sich bewusst entschieden, etwas für andere Menschen, konkret ältere Menschen in Wolfratshausen zu tun. Nun stellt er fest: „Ich habe dem Verein zunächst meinen kleinen Finger gereicht, jetzt stecke ich zu 120 Prozent drin.“ Wohlgemerkt: „Ich mache das sehr gerne, wie alle anderen bei uns auch.“

Rühling treibt die Sorge um, dass der Nachbarschaftsverein, der sich primär durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziell über Wasser hält, seinen Leistungsumfang mittelfristig nicht mehr gewährleisten kann. Wenngleich sie jede freie Minute die berühmten Klinken putzt, um Geld aufzutreiben, wird die Lage immer prekärer. Sie fürchtet auch, dass der Zuschuss, den die Kommune dem Verein bisher gewährte, künftig nicht mehr so hoch ausfällt wie in den Vorjahren. Sollten alle Stricke reißen, so die Vereinsvorsitzende: „Dann fallen viele Seniorinnen und Senioren hinten runter. Was passiert dann mit denen?“ (cce)

 

 

Seniorenhilfe verteilt Geschenke

Münchner Merkur: Erstellt:

Weihnachtswichtel: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Seniorenhilfe verteilen an ihre Schützlinge heuer als Ersatz für die gemeinsamen Treffen kleine Geschenke.

Weihnachtswichtel: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Seniorenhilfe verteilen an ihre Schützlinge heuer als Ersatz für die gemeinsamen Treffen kleine Geschenke. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Im Corona-Jahr ist alles anders: Weil der Verein Bürger für Bürger heuer keine Weihnachtsfeier ausrichten kann, hat er sich zu einer anderen Aktion entschlossen.

Wolfratshausen – Auf eine große Weihnachtsfeier müssen die Mitglieder des Vereins Bürger für Bürger in diesem Jahr verzichten. Auch der bunte Abend zum 30. Geburtstag der Nachbarschaftshilfe fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. In der Adventszeit haben sich die Ehrenamtlichen trotzdem etwas einfallen lassen: Dieser Tage verteilten Vereinschefin Eva Rühling und einige Mitstreiter 80 Geschenkpakete und Plätzchenteller an die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Seniorenhilfe, die diese wiederum an ihre Schützlinge verteilen.

Ermöglicht haben die Aktion ein Zuschuss des bayerischen Sozialministeriums in Höhe von 1000 Euro sowie eine Spende der Horst-Seemann-Stiftung. „Leider können wir diese Geschenke nicht auf der großen Weihnachtsfeier verteilen, die wir sonst jedes Jahr ausrichten“, bedauert Rühling. Aber die engagierten Seniorenhelfer springen gerne als Weihnachtswichtel ein. Vize-Vereinschef Ernst Wieser hält das für eine gute Lösung: „Ich glaube, dass sich die Senioren sehr darüber freuen, wenn ihnen die Geschenke von den Menschen überreicht werden, die ihnen auch im Alltag helfen und mit denen sich eine freundschaftliche Beziehung entwickelt hat.“

Sobald es die Situation zulässt, soll es für die Besucher des Seniorentreffs eine Überraschung geben. Rühling: „Wir wissen nicht, wann das ist, und hoffen, dass es dann nicht schon Zeit für Osternester als Geschenk ist.“

 

 

Ehrenamtliches Engagement für ältere Mitbürger: Eva-Maria Rühling (li.), Zweite Vorsitzende des Vereins Bürger für Bürger, und Agnes Zanein, Leiterin der Sparte Seniorenhilfe.
© Hermsdorf-Hiss

Münchner Merkur 21.08.2020 Aktualisiert: 21.08.2020 15:19

Serie: Die Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger

So funktioniert die Seniorenhilfe

Von den Angeboten der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger kann jeder profitieren. In loser Reihenfolge stellen wir den Verein vor.

Heute: die Seniorenhilfe.

Eva-Maria Rühling (li.), Zweite Vorsitzende des Vereins Bürger für Bürger, und Agnes Zanein, Leiterin der Sparte Seniorenhilfe.

Wolfratshausen – Im Alter fällt den Menschen vieles schwer, was früher kein Problem darstellte. Egal ob Einkauf, Arztbesuche oder Gartenarbeiten: Gerade ältere Menschen sind oft auf Hilfe angewiesen. Wenn aber ein Senior seine Familie nicht um sich hat, oder die Verwandten nur wenig Zeit haben, um zu helfen, sind viele mit ihrem Latein am Ende. Agnes Zanein leistet in solchen Fällen Hilfe: Die 49-Jährige betreut im Nachbarschaftshilfeverein Bürger für Bürger die Seniorenhilfe.

„Es ist ein sehr weites Feld, mit dem wir tagtäglich konfrontiert sind“, sagt Zanein. Derzeit engagieren sich 60 Ehrenamtliche für das Betreuungsangebot, das etwa 100 ältere Frauen und Männer in Anspruch nehmen. Allein diese Zahlen zeigen, wie groß der Bedarf unter den Wolfratshauser Senioren tatsächlich ist.

Wenn Zanein einen Anruf erhält, in dem sie um Hilfe gebeten wird, weiß sie, dass daraus oft eine lange und intensive Betreuung erwächst. Deshalb ist es ihr, die hauptberuflichen als Pflegekraft in einem Seniorenheim arbeitet, wichtig, dass die Harmonie zwischen den älteren Herrschaften und den Helfern stimmt. „In der Arbeit kommt man sich gegenseitig sehr nahe, und man muss ehrlich und offen miteinander umgehen“, erklärt sie. Manchmal klappe das so gut, „dass aus diesem Engagement enge Freundschaften erwachsen“.

Die Ehrenamtlichen werden für den Einsatz geschult

Um den Anforderungen gewachsen zu sein und ein Gefühl für die Arbeit zu entwickeln durchlaufen die Ehrenamtlichen einen 40-stündigen Kurs, den der Verein bezahlt. Die Helfer erhalten für ihr Engagement von den Senioren eine überschaubare Aufwandsentschädigung. „Das ist keine Arbeit, die man für Geld macht“, sagt Zanein. Zwar bessern sich manchmal Studenten oder Rentner ihre Einkünfte mit der Seniorenhilfe auf, „aber vor allem macht man dieses Ehrenamt, weil man eine gewisse Leidenschaft in diese Tätigkeit am Menschen steckt“. Eine Herzensangelegenheit müsse die Hilfe sein, damit es funktioniert.

Aus ihrer Erfahrung weiß die 49-Jährige, dass man als Betreuer viel mehr bekommt als einen kleinen Stundenlohn. Viele würden mit der Erwartung in dieses Ehrenamt gehen, dass sie selbst dem älteren Menschen viel zu geben hätten, „und dann kriegt man unglaublich viel von der Arbeit und den Menschen zurück“. Von den Erzählungen der Alten könne man lernen, einen neuen Blick auf die Welt gewinnen, „geerdet werden“, wie es Eva Rühling nennt.

Die Zweite Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe fügt an: „Man merkt bei dieser Tätigkeit schnell, was wirklich zählt. Es ist für beide Seiten eine sehr wertvolle Arbeit.“ Denn neben der Hilfe beim Einkaufen oder einer Begleitung zum Arzt geht es vor allem darum, den Menschen zuzuhören, auf ihre Bedürfnisse zu reagieren und manchmal darum, einfach Zeit miteinander zu verbringen. dst